Samstag, 28. Oktober 2017

Blogumzug - Was ist los?

Hallo, ihr Lieben!

Ich hoffe, dass Thema hängt euch nicht schon zum Hals raus, denn auch ich werde es jetzt mal ansprechen: Der Blogumzug.

Ich habe vor fast zwei Jahren diesen Bücherblog aus dem Nichts heraus gestartet und einfach mal so drauf los rezensiert. Ich habe den freundlichen Service vieler Verlage genutzt und Rezensionsexemplare angefragt und gelesen. Das war für mich als Schülerin der beste Weg, um an Lesefutter zu kommen.

Dabei habe ich aber nicht wirklich darauf geachtet was ich lese, und einfach wild Rezensionsexemplare angefragt. Viele waren okay, manche waren super, aber ganz viele habe ich nur gelesen um überhaupt etwas zu lesen.

Mittlerweile bin ich wählerischer geworden und kaufe mir lieber Bücher, die ich wirklich lesen will, als einfach das zu nehmen, was ich kriegen kann.

Ich habe mich nie wirklich wohl gefühlt mit diesem Blog, das hat sich vor allem im ständig wechselnden Design und Namen gezeigt. Aber bis vor kurzem war mir das nicht bewusst und ich hatte nur nie wirklich Lust zum bloggen.

Das will ich ändern. Ich will immer noch Bücher rezensieren, aber es soll sich für mich nicht länger wie "Arbeit" anfühlen, sondern wieder das Hobby werden, als das ich es damals haben wollte.

Deswegen zieht mein Blog um. Ich habe mir bereits vor einigen Tagen einen Blog bei Wordpress erstellt und dort werden in den nächsten Wochen einige meiner Lieblingsrezensionen hin umziehen. Der Rest ist neu.

Ich will Bücher rezensieren, die ich geliebt habe, ich möchte über Serien reden können, ich möchte einfach ein bisschen mehr Ich sein dürfen. Und das geht bei mir am Besten mit einem Neuanfang. 

Ich hoffe, ihr wagt ihn mit mir zusammen und fühlt euch auf Buch & Gewitter genauso wohl, wie ich es tue.

Einige Rezensionen könnt ihr dort bereits finden und lesen und ein paar Specials zur Buchmesse in Frankfurt gibt es auch.

Ein bis zwei Rezis wird es hier noch geben, aber dann ist Schluss. Dieser Blog wird dann offiziell abgeschlossen sein.

Alles Liebe, Friederike.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Septemberbücher

Hallo ihr Alle! 

Mein Blog wird im Herbst nun zwei Jahre alt (Kann es selber kaum fassen!) und ich dachte mir, ich versuche es nochmal mit einer Art Lesemonat. Ich werde alle beendeten Bücher des Monats mini-rezensieren. Ich hoffe, ihr habt Spaß und findet vielleicht ein neues Mitglied für eure Sub-Gruppe. 

Ich habe meinen September mit einem meiner Geburtstagsbücher begonnen: Der goldene Kompass von Philip Pullman. Dieses Buch stand schon seit mehreren Jahren auf meiner Wunschliste und endlich hatte ich die Zeit (und das Geld) es zu lesen. Es war fantastisch! In diesem Buch geht es um eine alternative Realität, wo Menschen von ihrer Geburt an einen ständigen Begleiter haben: Einen Daemon. Diese Wesen erscheinen in Tierform und sind eine Manifestation der Persönlichkeit seines Menschen. Unsere Hauptperson ist Lyra, die viel zu neugierig ist, für die Professoren des Colleges, an dem sie aufwächst. Ihr Onkel ist ein hochgeschätzter Forscher, der eines Tages von einer spannenden Expedition erzählt, die Lyra belauscht. Neugierig geworden will Lyra alles dazu wissen, denn der Staub, der alle so zu verunsichern scheint, ist wahnsinnig interessant. Aber zuerst muss Lyra den Fängen einer Frau entkommen, die nur nett aussieht. Und dann verschwindet ihr Freund Robert, genau wie viele andere Kinder. 
Dieses Buch liest sich ein bisschen anders, als unsere aktuellere Literatur, aber es ist eine tolle Geschichte über Mut, Wissenschaft und einer fantastischen Welt. Ich kann es nicht erwarten, mit dem nächsten Teil wieder in diese Welt einzutauchen. Das Buch ist eine absolute Empfehlung von mir! 

Mein Buch zwei des Monats war die Neuerscheinung von Bianca Iosivoni: Soul Mates - Flüstern des Lichts. Zu meiner Schande muss ich sagen, dass dieses Buch mir nicht so gut im Gedächtnis geblieben ist. In Soul Mates geht es im Rainy (Sie wird Rein ausgesprochen.), die schon seit einer Weile Stimmen hört. Und nicht nur irgendwelche Stimmen - Schreie. Zudem verschwinden in ihrer Nachbarschaft Menschen und ihre kleine Schwester nimmt das leider überhaupt nicht ernst. Als Rainy sie eines Abends nicht erreichen kann, macht sie sich auf die Suche und prompt rennt sie einen komischen Typen in die Arme. 
Ich fand die Stimmung im Buch recht deprimierend und düster. Natürlich hat Bianca wieder tolle Figuren geschaffen und eine spannende Handlung aufgebaut, aber für mich hat es dieses Mal einfach nicht funktioniert. Vielleicht bin ich aus diesen Büchern auch raus gewachsen oder habe es einfach zum falschen Zeitpunkt gelesen. Auf jeden Fall würde ich es aber Fans von Coldworth City von Mona Kasten und der Lux-Reihe von Jennifer L. Armentrout empfehlen. 


Das dritte Buch habe ich vor, während und nach meiner kleinen Englandreise gelesen. Ich durfte in der ersten Septemberwoche mit einer Gruppe aus meiner Uni nach Südengland in die Region Dorset erkunden und alle seine berühmten Autoren. Dazu kommt dann bald auch ein Post. Harry Potter and the Order of Phoenix in England zu lesen, war das Beste was ich machen konnte. Die Stimmung und das Wetter haben die Atmosphäre des Buches wunderbar betont und viele Bilder sind in meiner Vorstellung klarer geworden, weil ich eine tolle Vorlage hatte. England ist einfach ein wunderschönes Land. Seit Juni lese ich die komplette Reihe erneut und das erste Mal auf Englisch. Ich finde diesen Band heute sogar besser als früher und mir sind einige Dinge aufgefallen, die ich vorher nicht registriert habe. Auch negative Dinge. Wer meine Gedanken zu dem Buch lesen will, kann sie ja mal meine Goodreads-Updates dazu angucken, da war ich ziemlich ehrlich. Ansonsten muss ich ja wohl nicht weiter ins Detail gehen, oder? 




Der zweite re-read des Monats war Schattentraum - Hinter der Finsternis von Mona. Leider fand ich das Buch auch nach einem zweiten Mal lesen nicht sehr viel besser, als in meiner Rezension. Aber nochmal muss ich mich wiederholen. Ich habe das Buch gelesen, um die Reihe beenden zu können, da ich den letzten Teil immer noch nicht gelesen habe. Shame on me. Ich mag die Welt von Hefffield, aber naja, nach der Again-Reihe war es doch recht schwierig zurück zukehren. 










Irgendwie kristallisiert sich hier ein Munster heraus. Ratet mal - Noch ein re-read! Emily und Miri haben auf Instgram eine Leserunde dazu gestartet und ich habe mitgemacht, weil ich diese Reihe schon lange mal wieder lesen wollte. Nur die Motivation hat mir dazu gefehlt. Ich finde die Bücher toll und ärgere mich ziemlich, dass die Filme meine Erinnerungen überlagern und ich mir Szenen nicht mehr so vorstellen kann, wie ich das will. Gwendolyn ist immer noch eine tolle Protagonistin, die witzig ist, bodenständig und wunderschön pubertär. In diesem Buch geht es um Geheimgesellschaften, Zeitreisen und eine ganz normale Schülerin mittendrin.  Wer die Reihe noch nicht gelesen hat, sollter meiner Meinung nach jetzt damit anfangen. Ich kann es nur empfehlen! 









Das letzte Buch meines Monats war gleichzeitig ein weiteres Highlight! Königin der Finsternis von Sarah J. Maas ist das vierte Buch in ihrer Throne of Glass-Reihe und steht auch schon seit einem Jahr in meinem Regal herum. Da ich euch nicht spoilern möchte, kann ich nicht viel zur Handlung schreiben. Aber dieses Buch ist voller Magie, Witz und toller Schauplätze. Es geht sogar in Katakomben und einen alten Tempel, ich finde sowas ja immer wahnsinnig spannend! Ach, habe ich die Drachen und unsterblichen Hexen erwähnt? Es ist eine unglaublich umfassende Fanatsy-Welt, voller Mythen und spannender Figuren. Und sie ist nicht halb so kompliziert wie viele andere hochtrabende Fantasy-Schinken. Wer sich von Goerge R. R. Martin, Patrick Rothfuss und ihren Freunden eingeschüchtert fühlt, kann sich diese Bücher vornehmen, sie sind aus einer jungen Perspektive geschrieben, die ich sehr angenehm finde. Das Lesen fällt nicht schwer, der Schreibstil ist wunderschön und die Hauptfiguren nicht anders als wir. Sie stecken nur in einer etwas extremeren Situation als wir. 
Ich bin ehrlich gesagt, echt überrascht, wie viel ich gelesen habe. Es fühlte sich nicht so an. Und im Nachhinein betrachtet, kann ich zufrieden mit meinem Lesemonat sein, die guten Bücher haben definitiv überwogen. Ich hoffe, dass ihr auch einen tollen September hattet und wünsche euch einen ebenso tollen, wenn nicht sogar besseren Oktober. 

Danke fürs Lesen, eure Friederike. 

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Mein Selbstexperiment im Fazit

Hallo ihr Alle!

Über einen Monat ist es her, dass ich euch von meinem kleinen Experiment erzählt habe. Ich habe vor ungefähr einer halben Stunde endlich die letzten Seiten von "Biss zum Morgengrauen" gelesen und kann dann jetzt darüber bloggen.

Also macht euch auf etwas gefasst! Vielleicht braucht ihr einen Kotzbeutel, vielleicht aber auch nicht.

Ich muss zugeben, dieses re-readen war ziemlich toll. Ich hatte Twilight (Ich kürze es mal ab, denn dauernd "Biss zum Morgengrauen" schreiben, lässt meine Finger bluten.) noch sehr gut in Erinnerung, klarer teilweise als Bücher, die ich gerade erst gelesen habe.

S T E C K B R I E F

Autor: Stephenie Meyer

Titel: Biss zum Morgengrauen (Biss #1)

Verlag: Carlsen

Seiten: 510

Format: Taschenbuch, gebundenes Buch, eBook

Preis: 9, 99 (TB); 19,99 (GB), 9,99 (eB)

Neugierig?  

Komme ich erst einmal zu den guten Dingen: 

- Ich mag, wie simpel es teilweise ist. Ich liebe es zu lesen, wie Bella ihre Hausaufgaben macht, Wäsche wäscht oder kocht. Das klingt vielleicht komisch, aber für mich sind das Punkte, die in jeden normalen Tagesablauf rein gehören und gerade in Büchern sollte das nicht vergessen werden. Was aber leider doch recht oft passiert.

- Ich mag Bella. Den Protagonisten zu mögen, ist ja an sich schon immer die beste Voraussetzung, um auch das Buch zu mögen, aber Bella spricht mich auf einer Ebene an, die ich ganz selten spüre. Oder so. Versteht ihr was ich meine? Bella ist so, wie ich gerne sein würde: Motiviert, Bodenständig, Fleißig. Gleichzeitig hat sie auch ein paar Charaktereigenschaften, die ich an mir sehr mag. Sie beobachtet, sagt nicht immer sofort etwas, sonder erfasst gerne Situationen, bevor sie sich einmischt. Ich mag es, wie sie mit ihrer Familie umgeht und sich um sie kümmert.

- Ich liebe den Schreibstil. Ich habe in einer Review gelesen, dass Stephenie Meyer für manche Leser zu viele hochgestochene Wörter benutzt hat. Ich weiß nicht, wie anders diese Wörter in Englisch sein sollen, aber ich hatte keine Verständnisprobleme beim Lesen. Ich fand den Schreibstil flüssig, locker, einfühlsam und spannend. Ich konnte Bellas Emotionen mitfühlen, habe ihren Gedanken gut folgen können und Orte, Personen oder Handlungen waren für mich super verständlich. Nichts im Satz hat sich komisch angefühlt, ich bin nicht hängen geblieben oder habe gestockt.

- Die Vampire sind spannend. Ich gebe zu, dass manche Ideen (*hust* Vampire funkeln *hust*) schon merkwürdig sind, sogar lachhaft. Aber ich finde, dass die Autorin eine gute Erklärung dafür abgeliefert hat. Für mich macht das Sinn. Edward sieht sich als Venusfliegenfalle (Heißen die Fleischfressenden Pflanzen so?) oder meinetwegen als Fliegenpilz. Eine Falle geschaffen, um zu töten. Und mal ehrlich, wenn ihr jemanden auf der Straße sehen würdet, der funkelt, würdet ihr dann nicht auch hingehen und fragen? Oder zumindest neugierig sein? Und auch wenn ihre Unmenschlichkeit und fiese Verteilung von zu vielen Gaben nervig sein kann, bietet diese Welt unglaublich viele Möglichkeiten. Gerade auch die moralische Sicht auf das Problem "Vampir" fand ich gut. Edward ist praktisch ein Vampir in einer Sinnkrise. Habt ihr schon mal mit euch gehadert, weil ihr ein Mensch seid? Ich fand das spannend zu lesen.

Dinge, die mich gestört haben: 

- Bellas Verliebtheit. Woah, also bei manchen ihrer Gedanken ist meine innere Alarmsirene zu Höchstformen aufgelaufen. Bella hat absolut keinen Selbsterhaltungstrieb, sie rennt mit offenen Armen (und Augen!) in ihr Verderben. Auch viele Dinge, die sie sagt, machen ihre Verliebtheit nur allzu deutlich. Viele Leser haben das als eine Art Abhängigkeit interpretiert. Ich sehe das nicht ganz so, denn Abhängig bedeutet für mich, dass sie nichts ohne Edward machen kann. Was nicht so ist. Bella kann sehr wohl alleine denken, aber natürlich fühlt sie sich mit ihm wohler. Immerhin ist sie verliebt. Und wer hatte noch nicht Angst davor, von seinem Freund/Freundin verlassen zu werden? Aber ihre ständigen Beschreibungen seiner Vollkommenheit haben manchmal schon genervt. Die meiste Zeit hatte ich aber kein Problem damit, es ist irgendwie zu einer Art "Hintergrundgeräusch" verklungen. Es gehörte irgendwie dazu und hat mir nur nochmal vor Augen geführt, wie anders Edward tatsächlich ist. Obwohl Vergleiche wie Engelhaft schon ein bisschen übertrieben wirkten.

- Edwards Bevormundung. Nur weil dieser Kerl Ahnung von Vampiren hat, ist er automatisch davon ausgegangen auch Ahnung von Menschen - insbesondere Bella - zu haben. Das ist natürlich ein toller Grundstein für diese ganze Beziehungskiste, aber mich hat schon gestört, wie Edward sich dann auch über Bellas Wünsche hinweggesetzt hat. Zum Beispiel die Sache mit dem Abschlussball, oder die überstürzte Flucht aus Forks. Er hat natürlich zu ihrem Besten gehandelt, aber eben nicht zu ihren Wünschen. Und das ist für mich gerade in unserer heutigen Zeit sehr wichtig. Ich mag es gar nicht, wenn ich und meine Entscheidungen nicht respektiert werden. Wenn Leute mich zu etwas zwingen wollen.

Andere Kritikpunkte, die ich nicht so dramatisch fand: 

Ich lese immer wieder, dass viele die Tatsache, dass Edward Bella beim schlafen zuschaut gruselig finden. Ich sehe das nicht ganz so. Ich kenne das nämlich von meinen Eltern. Ich meine, sie stehen nicht stundenlang an meinem Bett und starren mich an (Was Edward bestimmt auch nicht getan hat.), aber für mich ist das eher Ausdruck von Beschützen und Umsorgen. Jemand deinen Schlaf bewachen zu lassen, ist einer der größten Vertrauensbeweise, die man erbringen kann. Ja, Edward hatte natürlich zuvor ohne Bellas Wissen gehandelt, aber sie hat sich in seiner Gegenwart selten Bedroht gefühlt und Edward hatte ja auch keine perversen Absichten. Ich denke, für ihn war das eher eine Mischung aus wissenschaftlicher Fallstudie und Meditation. Deswegen war das für mich kein Problem. Und wenn du verknallt bist, freust du dich sowieso über jedes bisschen Aufmerksamkeit, dass dir geschenkt wird. Egal wie.

Bellas-nicht-vorhandener-Feminismus. Ich finde, dieses ganze Feminismus-Thema nimmt manchmal ein bisschen Überhand. Es ist wichtig und sollte nicht ignoriert werden, aber ich sehe in Bellas Verhalten nun wirklich kein Problem. Ja, sie kocht; ja, sie wäscht Wäsche. Und? Jeder macht das und ich sehe darin keine Diskriminierung des weiblichen Geschlechtes. Vor allem, da Bella das ja freiwillig macht und nicht gezwungen wird.

Auch das ständig breitgetretene Jungfer-in-Nöten-Problem, finde ich unproblematisch. Bella fragt nicht um Hilfe, sie würde das auch alleine schaffen. Es ist Edward, der ihr andauernd helfen will, manchmal aus recht eigennützigen Gründen. Er war es übrigens auch, der Bellas "Unfälle" als Jungfer-in-Nöten-Syndrom betitelt hat. Und anhand meiner Erfahrungen befinde ich Bella nicht als ungeschickter, als andere Personen. Ich bin als Teenager regelmäßig gegen Türrahmen gelaufen und habe mir Finger und Handgelenke angeschlagen. Warum? Weil ich gewachsen bin oder manchmal in Gedanken abwesend war. In der Pubertät wird ja alles neu verdrahtet, da kann es schon mal zu Koordinationsschwierigkeiten kommen, oder nicht? Ich habe das auch heute noch.

Ich glaube, das war es mit Punkten, die ich abhandeln wollte. Wenn ihr noch was wissen wollt oder diskutieren, dann IMMER HER DAMIT! Ich werde eure Zweifel gerne ausradieren! Harr-Harr!

Alles Liebe, Friederike.

P.S. Frau, war ich aber heute wieder lustig drauf.

Montag, 18. September 2017

Rezesion: Die Nacht gehört dir (Beautiful Idols #1)

Hallo ihr Alle!

Gibt es vielleicht Gossip Girl-Fans unter euch? Dann habe ich das richtige Buch für euch! Ich durfte von HarperCollinsGermany ein Buch rezensieren und möchte mich dafür bei dem Verlag bedanken.

S T E C K B R I E F

Autor: Alyson Noel

Titel: Die Nacht gehört dir (Beautiful Idols #1)

Verlag: HarperCollins ya!

Seiten: 415

Format: Taschenbuch, eBook

Preis: 9,99 Euro

Neugierig?

In der Beautiful Idols-Reihe geht es um eine Kette Nachtclubs in L.A., den Unrivaled-Nachtclubs (dt. Unerreicht). Der Manager Ira Redman startet eine neue Promotion-Aktion und lädt Jugendlich verschiedenster Arten und Herkünfte ein, sich als Promoter in einem seiner Clubs zu versuchen. In einem Wettbewerb müssen sie ihre Raffinesse, Organisation und Ehrgeiz beweisen, denn jede Woche muss mindestens einer wieder gehen. Allerdings winken wöchentlich auch Belohungen, denn die Hälfte der Einnahmen des Clubs, der gewinnt, geht an den zuständigen Promoter. Und wer am Ende noch übrige bleibt bekommt ein ziemlich dickes Preisgeld.

Als Leser folgt man drei der jungen Promoter (Tommy, Layla und Aster) und dem Hollywood Sternchen Madison Brooks. Was diese vier Personen miteinander zu tun haben, erfährt man dann im Laufe der Handlung.

Tommy, Layla und Aster kommen aus sehr verschiedenen Milieus. Aster ist die Tochter reicher religiöser Eltern und wünscht sich aus ihrem goldenen Käfig ausbrechen zu können. Layla ist eine engagierte Bloggern, die allerdings kein Geld hat, um ihr Hobby zum Beruf zu machen. Und Tommy hat eine tiefere Verbindung zu Ira Redman, als dieser weiß.

Sie alle wollen etwas beweisen. Und riskieren dabei alles. 

Ich muss zugeben, dass dieses Buch nicht das war, was ich erwartet hatte. Und gefallen hat es mir auch nicht wirklich. Mir kamen die Figuren recht eindimensional vor, sie hatten ein Ziel, ein Geheimnis und das war es auch schon. Ihre Hintergrundgeschichten waren ebenfalls nicht genug ausgearbeitet, Asters Zwist mit ihren religiösen Eltern kam mir sehr lasch vor, es wurde sich nur auf eine Sache konzentriert und alle anderen Aspekte der Religion wurden ausgelassen.

Schien es am Anfang noch so, als wenn sie moralische Grundsätze hätten und einigermaßen nett wären, hatte sich das bereits in den ersten paar Kapiteln wieder gegeben. Sie kamen mir allesamt recht verzweifelt vor, urteilten viel zu schnell und waren dabei recht gemein.


"Auch wenn sie sich noch so sehr bemühte, stark und kompetent rüberzukommen, erzählten diese traurig nachgemachten Schuhe die Geschichte einer Hochstaplerin, die in einer Welt zu agieren versuchte, die sie nicht verstand." - S. 73, Kapitel 6 


Gemein ist dabei ein gutes Wort, um jegliche folgende Handlungen zu beschreiben. Anders als ich erwartet hatte, ging es mehr darum die anderen Mitstreiter bloß zustellen, als wirklich Strategien für Werbung zu entwickeln. Es war nicht einmal ansatzweise auf Lernen ausgerichtet, sondern nur darum wer cooler war, einen besseren Ruf hatte und damit mehr Kunden in den Club lotsen konnte.

Im Laufe der Handlung wurden alle Figuren zum Äußersten getrieben und die vorhin erwähnte Madison Brooks war sozusagen das Sahnehäubchen der Clubbesucher. Wer sie in seinen Club bekam, hatte praktisch gewonnen. Madison verhielt sich aber auch nicht gerade nett und spielte unsere Promoter wunderbar gegeneinander aus, wobei es ihr um eine Art persönlichen Rachefeldzug gegen die Promi-Branche ging.

Drei Worte die mir zu Madison Brooks einfallen sind: Rücksichtslos, Gewinnorientiert und Hasserfüllt.

Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gelesen, denn es war spannend! Der Schreibstil ist sehr angenehm, es gab keine Längen, dafür sehr viele malerische Metaphern. Allerdings beschränkt sich das Spannend auf diese "Wessen-Geheimnis-kommt-als-nächstes-raus"-Spannend und "Wie-skandalös-wird-es-sein"-Art.

"Es gab kein größeres Vergnügen, als zuzusehen, wie das Leben eines Promis aus der Bahn geriet." - S. 273, Kapitel 37 


Mich hat auch gestört, das der Beruf des Journalisten so widerwärtig dargestellt wurde. Natürlich gibt es diese fiesen Paparazzis und gemeinen Klatschblatt-Autoren, aber eben nicht nur.

Ich frage mich im Nachhinein, wer so etwas lesen möchte. Ich meine, ich weiß, dass es diese dunkle Seite gibt und wie gnadenlos das Show-Business sein kann, aber auch noch darüber lesen? Und wie junge Menschen sich gegenseitig fertig machen? Was bitte, hat das für eine Aussage? Mobbing ist okay, solange du dafür Geld bekommst?

Nein, Danke.

Zur Unterhaltung ist das Buch natürlich super und ich konnte immer mitraten was als Nächstes Schlimmes passiert.

Ich habe "Beautiful Idols - Die Nacht gehört dir" 2 von 5 Sterne gegeben.

Alles Liebe, Friederike.

Samstag, 16. September 2017

Rezension: Düsterer Ruhm

Hallo ihr Alle!

Ich habe heute einen Schinken für euch. Einen fetten, saftigen Fantasy-Schinken. Auweh, war dieses Buch umfassend! Allein nach der Einführung (Zum Glück, gab es die!) hat mir der Kopf geschwirrt.
Und schlau wie ich war, habe ich mit Band 5 der Reihe angefangen.
Ich habe eine Weile gebraucht, um dieses Buch zu lesen und möchte mich beim Bloggerportal von Randomhouse für ihre Geduld und die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken.

  S T E C K B R I E F 

Autor: Brent Weeks

Titel: Düsterer Ruhm (Licht-Saga #5)

Verlag: blanvalet

Seiten: 864

Format: Klappenbroschur, eBook

Preis: 14,99

Angucken?  

In der Licht-Saga geht es um eine Welt, die Sieben Satrapien, in der Licht in seiner Aufspaltung von Menschen, sogenannten Wandlern, genutzt werden kann. Jeder Farbe ist dabei eine Eigenschaft zugeordnet und in der Regel kann ein Wandler nur eine Farbe wandeln. Natürlich gibt es da auch Ausnahmen, aber angeführt werden diese Wandler vom Prisma. Das Prisma ist ein Wandler der alle sieben Jahre gewählt wird und dann der oberste Richter der Wandler ist. Dieser ist nötig, da Wandler verrückt werden. Und zwar unter Garantie, denn jedes Mal wenn ein Wandler Licht wandelt, kommt er dem Wahnsinn näher und sollte das Schlimmste eintreten, wird er zum Wicht. Und Wichte sind schlichtweg irre. Das Prisma hat die Aufgabe diese Wichte zu jagen und zu töten, damit sie kein Chaos über die Welt bringen.

Das ist die kurze Zusammenfassung der Reihe. Aber natürlich ist es nicht so einfach. Die Licht-Saga ist mindestens so kompliziert wie Game of Thrones und beschäftigt sich auch mit ähnlichen Themen: Politik, Machtkampf, Gewalt, Krieg, Revolution und natürlich Liebe.

Im Zentrum der Saga steht das Prisma Gavin Guile, der schon zwei Amtszeiten als Prisma dient, was eigentlich nicht passieren sollte. Aber die Welt befindet sich in einem Krieg, denn ein mächtiger Wandler scharrt Wichte um sich, um gegen die Führung zu kämpfen.

Da ich mitten in der Reihe eingestiegen bin, kann ich eigentlich nichts groß schreiben, ohne ein paar gigantische Spoiler zu riskieren, deswegen werde ich es auf die Basics beschränken.

In Düsterer Ruhm stehen mehrere Figuren im Zentrum und jeder repräsentiert eine andere Schicht in der Gesellschaft der Wandler. Und jeder hat eine Aufgabe zu verfolgen, die für den weiteren Verlauf der Handlung wichtig ist und diese maßgeblich verändern könnte. Nicht jede dieser Figuren ist "gut", beziehungsweise "tut Gutes". Manchmal werden sie gezwungen Schreckliches zu tun, was den Figuren eine sehr schöne Dynamik gibt.

Obwohl ich mitten in der Reihe eingestiegen bin, kam ich gut mit. Die Einführung zu Beginn fasst die vorangegangenen Bände zusammen und frischt das Gedächtnis auf. Ich hatte auch sofort ein paar Lieblingsfiguren und habe deren Werdegang eifrig verfolgt. Lustigerweise mochte ich fast alle Figuren, nur ihre Beziehung zu anderen Figuren fand ich nicht ganz so toll.

Allerdings war meine emotionale Bindung nicht so groß wie gedacht, der Schreibstil ist zwar spannend, aber doch recht viel mit Wörtern geschmückt, die ich nachschlagen müsste. Das hat mich ein bisschen gestört und davon abgehalten komplett in der Welt zu versinken. Denn wenn es gerade spannend wird und man mitfiebert und dann ein Wort vor Augen hat, dass man nicht versteht, ist man raus. Dann ist die ganze Spannung weg. Und das ist mir mehr als genug passiert.
Zudem musste man in einigen Gesprächen stark zwischen den Zeilen lesen und das hochtrabende unterschwellige Drohen war manchmal ein bisschen ermüdend.

Der umfassende Weltenbau ist ein weiterer Punkt der mir sehr gut gefallen hat, es hat, wie man so schön sagt "Hand und Fuß", ich habe zwar noch viele Fragen zu den Wandlern, aber in den anderen Büchern werden diese bestimmt beantwortet werden. Es gab für mich keine Logiklücken, alle Fakten haben gut ineinander gegriffen und das Bild perfekt abgerundet.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich die vorangegangenen Bände ebenfalls lesen, denn diese Reihe ist spannend, witzig und absolut magisch.

Dafür das "Düsterer Ruhm" mich so von den Socken gerissen hat, bekommt das Buch 4 Sterne von mir.

Alles Liebe, Friederike.

Samstag, 2. September 2017

Rezension: Coldworth City

Hallo, ihr Alle!

Na, wer von euch ist gestern in den Buchladen gerannt? Ich auf jeden Fall, denn zum einen kam Soul Mates - Flüstern des Lichts von Bianca Iosivoni raus, zum anderen Coldworth City von Mona Kasten! Ich musste wirklich mit mir kämpfen, um nicht mit drei Büchern aus dem Thalia zu marschieren! (Habe Soul Mates und Harry Potter and the Cursed Child gekauft, weil 19 Jahre später!)

S T E C K B R I E F

Autor: Mona Kasten
Titel: Coldworth City
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 310
Fomat: Taschenbuch, eBook
Preis: 12,99 Euro
Angucken? 

Oh Mann, Leute. Was habe ich diesem Buch entgegen gefiebert! Nach Mona Kastens umwerfender New-Adult-Reihe habe ich mich so auf ihre Fantasy-Geschichte gefreut. Schattentraum war sehr erfolgreich, aber Mona Kasten hat seit Begin Again ein völlig neues Level erreicht. 

Coldworth City ist ein Mutantenroman und soweit ich weiß, bisher nur ein Einzelband. Was nicht schlimm ist. Einzelbände sind super und man muss nicht monatelang warten und bangen bis der nächste Band erscheint. 

Also, in Coldworth City (kann ich das mit CC abkürzen?) geht es um Raven, eine junge Erwachsene die ganz allein für ihren Bruder sorgt und nebenbei eine Mutantin ist. Für alle Muntanten-Newbies: Mutanten sind Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Das ist sowas wie Gegenstände bewegen, ohne sie anzufassen (Telekinese) oder Gedanken hören können oder Wasser bändigen. Das Schöne an Mutanten ist, dass ihren Fähigkeiten keine Grenzen gesetzt sind. In Fantasywelten kann man meist nur die Elemente beherrschen ODER hat geistige Fähigkeiten wie die Cullens aus Twilight. Mutanten können alle Arten von Fähigkeiten in sich vereinen, das auch so weit geht, den eigenen Körper transformieren zu können. Vielleicht sagen euch ja die X-Men was. Genau das sind Mutanten. (Und wer die X-Men nicht kennt –  egal ob alte oder neue Generation - der hat ganz schön lange gepennt.) 

Raven beherrschte Telekinese und ein bisschen Telepathie, die sie aber vor der Öffentlichkeit versteckt, denn in ihrer Stadt Coldworth City sind Mutanten zwar per Gesetzt Teil der Gesellschaft mit Rechten und all so nem Zeug, aber im Allgemeinen doch eher verpönt. Das geht so weit, dass sie alle ein Mal tragen, dass sie als Mutant kennzeichnet. Das erinnert so ein bisschen an den Judenstern, oder? Sind auch die gleichen Verhältnisse. 
Raven – die in der Öffentlichkeit Quinn heißt – hat eine schwierige Vergangenheit und möchte dieser davonlaufen. Dafür verleugnet sie auch ihre Identität als Mutantin, muss ihren Fähigkeiten aber ab und zu Luft machen, damit sie nicht explodiert. Deswegen schleicht sie als einsamer Rächer Nachts durch die Stadt und hält Verbrecher auf. Oder versucht es zumindest. 

Guckt ihr vielleicht Arrow? Mit dem coolen wortkargen Typen im grünen Anzug? Genau so liest sich Coldworth City. Es gibt viele Elemente die mir aus der Serie bekannt vor kamen, ohne dabei kopiert zu sein. Es ist einfach eine ähnliche Atmosphäre, da es sich auch um ähnliche Verhältnisse handelt. Erinnert ihr euch noch an die Folge mit dem Vertigo? Behaltet das gut im Hinterkopf. 

Weiter will ich auf die Handlung nicht eingehen, damit ihr noch Spaß am Lesen habt. Deswegen komme ich jetzt zum analytischen Teil. 

Coldworth City ist nicht mit der Again-Reihe zu vergleichen. Es ist zum einen ein ganz anderes Genre, es ist ein anderer Verlag und Mona Kasten schreibt da auch anders. Das hat mich positiv überrascht. Ihren Stil hat sie nämlich der Situation angepasst und weniger blumig gemacht. Die Geschichte wird fast nüchtern erzählt, manchmal meiner Meinung nach ein bisschen zu nüchtern. Selten wurde tiefer auf Bewegründe eingegangen, zumindest nicht so tief, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Figuren waren trotzdem alle gut beschrieben und nachvollziehbar. Die Erzählperspektive hat sich auch geändert, nun wird die Geschichte in der dritten Person erzählt, was es auch gleichzeitig ermöglichte mehr als einen Protagonisten zu haben. 

Die Geschichte ist Spannend, Actiongeladen und Witzig. Mona Kasten wartet wieder mit wundervollen Figuren auf, die allerdings sehr stereotypisch sind. 

Allgemein hatte ich bei dem Buch den Eindruck, dass alles sehr schnell ging. Ich hätte mir gerne circa einhundert Seiten mehr gewünscht, einfach um mehr Erklärungen und Details einzubringen. Die gewohnte Tiefe von Mona Kasten fehlte und die Figuren wurden nur oberflächlich angekratzt. Ich hätte mir gewünscht, die Figuren scheitern zu sehen, dass sie mal ausrutschen (im buchstäblichen Sinne) oder sich wehtun (Nur im kleinen Rahmen, wie Zehen anstoßen oder so.). Diese kleinen Details machen eine Handlung realistisch und verankern die Figuren, aber hier ist das einfach nicht genug passiert. Da steckt noch so viel mehr drin, da bin ich mir sicher. 

Viele Handlungselemente waren für mich vorhersehbar, ich wusste was ihr Zweck war und wo alles hinführen würde. Mir fehlte der Knall, der Überraschungseffekt. Ich war nicht einmal sonderlich motiviert das Buch weiter zu lesen. Jedes bisherige Mona-Buch hat keine zwei Tage bei mir überlebt und hier brauchte ich über eine Woche. Es war nicht langweilig oder ähnliches, aber irgendwie hat es mich nicht wirklich gepackt. 

Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass dieser Mangel an Details dem Lektorat geschuldet ist. Man hört und liest ja immer über den Schreibprozess und lernt, das manche Szenen raus genommen werden mussten, weil sie nicht relevant für die Handlung wahren oder ähnliches. Aber manchmal und in diesem Fall ganz besonders, müssen solche unwichtigen Szenen vielleicht rein, um den Leser an die Figuren und die Handlung zu binden. Alle vorgestellten Figuren haben Potenzial und ihre eigene Stimme und ich hätte so gerne noch mehr Zeit mit ihnen verbracht. Alles wirkte zusammengeschoben und ist zu schnell passiert, an einigen Stellen wirkte es sogar unrealistisch. Handlungen wurden nicht in Frage gestellt, Dinge nicht weiter durchdacht. Sogar die Fähigkeiten wurden nicht genug erklärt, zumindest für meinen Geschmack. Ich hätte so gerne noch mehr über diese Welt gelernt, aber dafür war wohl einfach kein Platz. 
Coldworth City hat nur 310 Seiten, das ist weniger als in vielen New-Adult-Romanen. Und für mich funktionieren Mona Kastens Bücher deshalb so gut, weil man die Figuren kennenlernt und ihrer Entwicklung folgen kann. Und hier gab es einfach keine große Entwicklung. 

Nach dem jetzigen Stand der Handlung müsste eigentlich noch ein zweiter Teil kommen. Ich würde so gerne mehr über die Clique lernen, da ist noch so viel, dass nicht gezeigt wurde und ich bin sicher, dass Mona Kasten da noch einiges im Ärmel hat. 

Also nochmal knapp zusammengefasst: Coldworth City ist ein spannender Roman über Mutanten, der mit tollen Figuren überzeugt, aber ein bisschen flach ist. Ein paar mehr Details zu allem (Figuren, Handlungen, Fähigkeiten) hätten die Qualität um einiges gehoben. 

Coldworth City bekommt 3,5 Sterne von mir. Ich hoffe, dass ihr trotz meiner Meckerei Spaß an dem Buch habt und wir bald mehr aus Coldworth City zu lesen bekommen.

Alles Liebe, Friederike

P.S. Als echter Mona-Fan kaufe ich mir natürlich auch noch das Taschenbuch, weil es einfach in mein Regal MUSS! 


Mittwoch, 30. August 2017

Ein Selbstexperiment

Hallo Ihr Alle! 

Könnt ihr euch noch an das Buch erinnern mit dem für euch alles angefangen hat? Ich schon, das war für mich Harry Potter. Aber ich finde, man entdeckt sein ganzes Leben lang Lesen immer wieder für sich und bei mir passiert das, wenn ich ein neues Genre kennenlerne. 

Und jetzt starte ich ein Experiment zu einem der umstrittensten Bücher unserer jüngsten Vergangenheit: Twilight! Tatata-Daaaaaam! 


Seid ehrlich, habt ihr es damals gelesen? Ich schon, denn ich habe es geschenkt bekommen und hatte Ferien und Langeweile. Ich war ... 12, glaube ich, und hatte durch Twilight meine erste Berührung mit dem Genre Young Adult, obwohl es damals noch nicht so hieß. 

Ich lese Twilight erneut. Jetzt, 8 Jahre später. Ich weiß noch so einiges, aber das sind die Erinnerungen meines Teenager-Ichs. Wie vertrauenswürdig sind die da schon? 

Ich habe Biss zum Morgengrauen damals gelesen, bevor die Filme raus kamen und fand die Bücher toll. Es war etwas ganz anderes für mich, da ich nur Harry Potter und Eragon und diverese Pferdebücher gelesen hatte. 

Und heute höre ich andauernd, wie jeder dieses Buch kritisiert und kann es wirklich nicht nachvollziehen. Ich habe es gemocht. Aber vielleicht ist an dem Gemeckere ja doch was dran ... 

Ihr dürft euch danach auf eine Rezension freuen, aber ich wollte vorher nochmal meine Meinung sagen, allein aus dem, an was ich mich erinnern kann.

Für den Vorher-Nachher-Vergleich. (Seht ihr, wie zerlesen das ist? Das sind Beweise eines viel gelesenen und geliebten Buches!) 

Ich habe Bella für ihre Häuslichkeit bewundert. Ich hatte nie viel Spaß an Hausaufgaben machen, Wäsche waschen und einfach produktiv sein. Mir hat das an ihr gefallen, sie hat Dinge immer gleich angepackt und nicht vor sich her geschoben. Außerdem war sie neugierig, sie hat sich nicht so schnell abschrecken lassen. Ich habe sie auch immer mehr mit Jakob geshippt, einfach, weil Jakob richtig cool und bodenständig war. Und Werwölfe eh viel besser als Vampire. 

Edward, tja, den fand ich natürlich auch toll, das war von der Autorin ja auch so gedacht. Und ich hatte nie ein Problem damit, dass Edward Bella retten musste. Allgemein habe ich mir mit 12 nicht viele Gedanken um Rollenverteilung und Feminismus gemacht, ich hatte einfach Spaß am Lesen. Und mir musste ein Charakter gefallen, ansonsten habe ich nicht weiter gelesen. Und kommt es nicht allein darauf an? Es ist ja immerhin Unterhaltungsliteratur, da muss man nicht Literaturtheorien drauf anwenden. 

Aber gut, das ist wohl einer der Haken daran, erwachsen zu werden. 

Wenn ihr meine aktuellen Gefühlsregungen wissen wollt, dann könnt ihr meinen Lesestatus da rechts ➽ verfolgen, ich versuche regelmäßig Updates zu posten. 

Ansonsten wünsche ich euch einen schönen Tag und melde mich, wenn ich das Buch beendet habe. 

Alles Liebe, Friederike.